Geplante Obsoleszenz bedeutet, Produkte mit begrenzter Lebensdauer zu konstruieren, bei denen ein oder mehrere Teile innerhalb eines bestimmten Zeitraums gezielt ausfallen – damit Kunden immer wieder neue Produkte kaufen.
Das Konzept wird oft mit Konsumgütern wie Elektronik verbunden, kann aber auch auf wiederverwendbare Medizinprodukte wie starre Endoskope zutreffen.
Geplante Obsoleszenz bei der Konstruktion dieser Produkte kann Kliniken und Gesundheitsdienstleistern schaden. Zum einen kann sie die Gesamtkosten der Versorgung erhöhen.
Müssen Kliniken ständig Endoskope ersetzen, die ihre vorgesehene Lebensdauer erreicht haben, statt sie länger nutzen zu können, summieren sich die Ausgaben mit der Zeit erheblich.
Zum anderen kann geplante Obsoleszenz das Abfallproblem im Gesundheitswesen verschärfen. Medizinischer Abfall ist ein erhebliches Umweltproblem, zu dem Einwegprodukte stark beitragen.
Indem Hersteller wiederverwendbare Produkte mit begrenzter Lebensdauer konstruieren, fördern sie letztlich deren Entsorgung und tragen zum Problem medizinischer Abfälle bei.
Hinzu kommt die Patientensicherheit. Ständige Ersatzbeschaffungen erhöhen das Risiko menschlicher Fehler im Einkaufsprozess. Und wenn Hersteller sich eher auf neue Produkte als auf Haltbarkeit und Zuverlässigkeit konzentrieren, steigt das Risiko von Geräteausfällen durch mangelhafte Qualitätskontrolle.
Kliniken und Gesundheitsdienstleister sollten sich der möglichen geplanten Obsoleszenz bei wiederverwendbaren Medizinprodukten bewusst sein. Behalten Sie dies im Blick, indem Sie nach jeder Anwendung mit automatisierten Prüfgeräten testen, und treffen Sie fundierte Kaufentscheidungen, bei denen langfristiger Nutzen und Patientensicherheit im Vordergrund stehen.
Eine weitere Möglichkeit ist, Hersteller zu wählen, die nachweislich langlebige und zuverlässige Produkte liefern, statt solche, die auf kurzfristigen Gewinn setzen.
Insgesamt ist geplante Obsoleszenz bei wiederverwendbaren Medizinprodukten wie starren Endoskopen eine bedenkliche Praxis mit möglichen negativen Folgen für Kliniken. Wer sich dessen bewusst ist, fundiert einkauft und kontinuierlich prüft, kann Abfall reduzieren, Kosten senken und die Patientensicherheit in den Mittelpunkt stellen.
